Sehr geehrter Herr Schoknecht,
Sehr geehrte Herr Westerkamp,
wir wenden uns an Sie mit einer ungewöhnlichen Bitte zur Wirtschaftsförderung:
Wir haben das unter Denkmalschutz stehende Märkische Mittelflurhaus in der Dorfstrasse 59, Klandorf erworben und stehen nun nach über einem Jahr Vorbereitung und Abstimmung mit dem Denkmalschutz kurz vor dem Baubeginn.
Dieses wunderbare Vorhaben können wir nur realisieren, indem wir es als Seminarhaus „Naturhaus Schorfheide“ der Öffentlichkeit zugänglich machen und vermieten. So wird es insbesondere am nachhaltigen Tourismus interessierte Menschen anziehen, die von Klandorf aus die Schorfheide erkunden werden.
Wir haben uns für Klandorf entschieden, weil Klandorf (noch) das hat, was wir als gestresste und Autolärm zermürbte Städter suchen: Eine dörfliche und scheinbar verschlafene Idylle, wo wir unsere Kinder frei auf bzw. an der Straße herumlaufen lassen und einmal durchatmen können.
Unabhängig davon, dass wir unser Herz an Klandorf verloren haben, ist es für uns WIRTSCHAFTLICH absolut wichtig, dass dieses idyllische Dorfbild erhalten bleibt!
Die authentische Dorfstraße mit den Sommerwegen und dem alten Baumbestand ist ein baukulturhistorisches Erbe und ein prägendes Element der Kulturlandschaft im Biosphärenreservat Schorfheide. Ein geplanter, uniformer Ausbau der Dorfstraße liefe unserem denkmalgeschützten Vorhaben konträr zuwider. Folgen wären der Attraktivitätsverlust und eine Entwertung unseres Projektes.
Wir gehen sogar soweit zu sagen, dass in der Bewahrung des geschichtlich wertvollen Dorfensembles eine wirtschaftliche Zukunft für das gesamte Dorf liegt, ein Potential für Arbeitsplätze und für den Erhalt des Dorfkonsums.
Wir sehen weitere, ähnliche Initiativen im Dorf, die ebenfalls einen SANFTEN TOURISMUS anziehen würden und damit der gesamten Schorfheide nützen würden.
Wir bitten Sie darum:
Unterstützen Sie das Naturhaus Schorfheide!
Fördern Sie den sanften Tourismus in der Region durch den ERHALT der alten Dorfstrasse in Klandorf!
Sie werden es nicht bereuen! Nachfolgende Generationen werden Ihnen für Ihre Weitsicht dankbar sein!
Mit freundlichen Grüßen,
Familie Thomas und Kinga Hiller-Bessel (14.05.2017)