Unsere Anmerkungen zum Gutachten

Mit dem Gutachten von Herrn Südmeier vom Ingenieurbüro Weiland ist ein sehr wertvoller Beitrag zum aktuellen Zustand unserer Dorfstraße und zu den Lösungsmöglichkeiten geleistet worden. Wir möchten uns daher bei Herrn Südmeier ausdrücklich für seine Darstellung, sein Engagement und seine Geduld mit den sicherlich nicht immer einfachen Akteueren bedanken.

Im Fokus des Gutachtens steht eine ganzheitliche Perspektive, die neben der Straße selbst auch wichtige Rahmenbedingungen wie den Umgang mit dem Regenwasser beleuchtet und Vorschläge erarbeitet.

Das Gutachten diente uns natürlich auch als Grundlage einer intensiven Auseinandersetzung, aus der einige Anmerkungen und Kritikpunkte resultieren:

  1. Den Zufluss von Niederschlagswasser von den Privatgrundstücken zurückzuhalten ist für Anlieger in Hanglagen nicht möglich. Warum sollte dies im 21. Jahrhundert realisiert werden, was rund 100 Jahre lang kein Problem darstellte?
  2. Die Kosten der Entwässerung werden für Variante 1 bis 4 einheitlich mit 84 T€ angegeben. Von Variante 2 zu 4 findet aber eine erhebliche Versiegelung durch Tiefborde,, Fahrbahnverbreiterung bzw. kompletter Asphaltüberzug statt. Es muss mehr im Dorfangerbereich zur Versickerung gebaggert werden.
    Die Kosten für die Entwässerung steigen an und sind somit nicht gleich.
  3. Bei der Entscheidung für Variante 2, 3 oder 4 sind durch die Straßenbaubeitragssatzung der Gemeinde die Anlieger kostenpflichtig. Das Gutachten suggeriert „Beitragsfreiheit“ für die Anlieger. Dies müsste aber durch einen Gemeinderatsbeschluss definitiv festgeschrieben werden.
  4. Bei Entscheidung für Variante 4 (Hocheinbau) ergibt sich die größte Versiegelung. Das Niederschlagswasser kann nicht mehr natürlich über die Straße (Fahrbahn) zu den Notüberläufen fließen. Niederschlagswasser wird deutlich länger in den Sichermulden verbleiben.
    Dies bedeutet dasl Folge: Nasse Grundmauern und nasse Keller.
  5. Das Gutachten macht keine Angaben über die Sicherfähigkeit der Böden im Dorfangerbereich. Bekannt ist, dass z.T. Lehm/Ton-Böden vorliegen, die eine geringe Sickerfähigkeit haben.
  6. Unklar bleibt die Gestaltung der Hofeinfahrten im Zusammenhang mit den Sickermulden im Dorfangerbereich.

 

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