Fremde ebenso wie gebürtige und zugezogene Klandorfer: Alle schätzen wir den schönen und weitläufigen Blick, wenn wir uns auf der Dorfstraße durch den Ort bewegen. Die einzigartige weitläufige Siedlungsstruktur von Klandorf resultiert aus seiner historischen Entstehungsgeschichte.
Durch Klandorf zieht sich heute eine 1 km lange, stattliche und schöne Allee, die sich wie ein schmales Band perfekt in das Dorfbild einpasst.
Laut der Dorfchronik sammelten die Bauern auf den umliegenden Feldern Steine der eiszeitlichen Moräne und fügten Steine aus der Friedhofsmauer hinzu, bis der große Haufen eingangs des Dorfes ausreichte, um 1899 die erste befestigte Straße in Klandorf nördlich und 1900 südlich der Kirche zu bauen. 1913 folgten Bergstraße und Marienwerder Weg.
Eine ungeheuerliche Kraftanstrengung unserer Vorfahren, die als Jahrhundertprojekt Pflasterstraße bis heute erhalten geblieben ist!
Ihre Oberfläche wurde in den 1970er Jahren mit einer Teerschicht überzogen, die historische Anlage mit der stark gewölbten Oberfläche ist jedoch bis heute deutlich zu erkennen und prägt weiterhin den Charakter des Dorfes.
Mit der teilweisen Teerschicht ist unsere Dorfstraße wohl offiziell kein schützenswertes Denkmal mehr, sie bleibt in ihrer Substanz aber ein historisches Original und authentisches Wahrzeichen Klandorfs und seiner Geschichte.
Alle Neubauvarianten bedeuten:
- Verbreiterung der Dorfstraße,
- Glättung der Oberfläche zu einer geraden, und „modernen“ Fahrbahn.
Der Charme des Ortsbildes von Klandorf mit seiner Dorfstraße geht mit den Neubauvarianten für immer und unwiederbringlich verloren!
Der Fehler, ein individuelles, einprägsames und Identität stiftendes Ortsbild durch eine anonyme Neubaustraße zu zerstören, wurde in der Vergangenheit bereits in vielen Orten gemacht.
Die Bürgerinitiative für den Erhalt der Klandorfer Dorfstraßen tritt dafür ein, dass dieser Fehler nicht sehenden Auges in Klandorf wiederholt wird.