Drei Jahre Bürgerinitiative – ein Überblick

Ein jeder, der an der ersten Bürgerversammlung am 16.9.2014 mit den Gemeindevertretern in der Feuerwehr anwesend war, wird sich an die Worte der Bauamtsleiterin Frau Brandt erinnern, die uns Klandorfern erklärte, dass man an einer neu gebauten, breiten Straße von Gesetzes wegen nicht herum komme. Ihr seien die Hände gebunden…

Inzwischen wissen wir, dass sowohl unsere Straße als auch das Gesetz andere Möglichkeiten zulassen – wenn der politische Wille dafür da ist.

Für diese Erkenntnis hat die Bürgerinitiative unermüdlich gearbeitet. Es gab viele Auseinandersetzungen und nicht immer erfreuliche Erfahrungen. Wir möchten hier – zumindest ausschnittsweise – von den Erfolgen berichten, die die Bürgerinitiative für unsere Dorfstraße und uns erreicht hat.

  • Eine erste Anliegerbefragung ergab eine deutliche Mehrheit der Straßenneubaugegner und bestärkte die Bürgerinitiative, ihr Engagement für die Dorfstraße fortzusetzen.
  • Die Befragung wurde angezweifelt und vom Ortsbeirat noch einmal durchgeführt, mit ganz ähnlichem Ergebnis.
  • Zum Kleinen Klandorfer Kongress Ende 2014 wurden lokale und Landespolitiker und Pflasterexperten als Redner eingeladen.
  • Eine vom Bürgermeister eingesetzte Arbeitsgruppe mit dem Ortsbeirat beschloss das »Leitbild einer behutsamen, erhaltenden Erneuerung für das Ortsbild von Klandorf«.
  • Die gesamte Straße wurde kartiert, um mit einem Straßenzustandsbericht ein Bild der realen Situation aufzuzeichnen.
  • Die Gemeinde wurde davon überzeugt, ein Gutachten in Auftrag zu geben. Die Ergebnisse liegen uns jetzt vor und bestätigen den erstaunlich guten und erhaltungsfähigen Zustand unserer Dorfstraße: Sie ist sehr solide gebaut, hat einen sehr guten Bauuntergrund und wird noch lange halten!
  • Um der Kostenangst der Gemeinde zu begegnen wurden alternative Förderungsmöglichkeiten recherchiert und der Gemeinde vorgelegt.
  • Öffentlichkeit, Presse und Fachkreise (z.B. Biosphärenreservat, Ministerien und Fachverbände) wurden auf unser Dorfstraßenthema aufmerksam gemacht.
  • Es wurden viele Zeitungsartikel geschrieben und es wurde deutlich, dass dieses Problem auch andere Bürger in der Gemeinde und ihre Straßen betrifft.
  • Gemeinsame »Dorfgespräche«, das sogenannte Moderationsverfahren, unter der Leitung von Professor Jürgen Peters von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde wurde mit der Gemeinde verabredet. Ziele sind ein Austausch der verschiedenen Standpunkte und ein friedliches Miteinander Sprechen, um zu einer gemeinsamen Lösung für unsere Dorfstraße zu kommen.

Hierzu gehört nun auch die Anhörung am 14. Juni 2017 mit der anschließenden Meinungsabfrage.