Soweit ich es aus meinem weiteren Umfeld höre, sind so gut wie alle Anwohner gegen einen Neubau. Der jetzige Zustand der Dorfstraße ist komplett in Ordnung und einige, wenige Reparaturarbeiten reichen für eine weitere lange Nutzung der Straße komplett aus…
Ich, der ich seit 2008 unter größten Mühen und Kosten (wobei ich nicht einen einzigen Euro Unterstützung von Gemeinde oder Land erhalten habe!) einen alten Bauernhof denkmalgerecht wieder aufbaue, kann nur staunen. Niemand von offizieller Seite ist interessiert, das Dorfbild zu erhalten bzw. wieder herzustellen oder Mittel (die es auch in Hülle über Förderprogramme von Land, Bund oder EU gäbe) zu erhalten. Ich denke, es gibt schon genug Plastikdörfer in der unmittelbaren Umgebung und eine neue Allerwelts-Straße ohne Berücksichtigung der historischen Gestaltung kann das ganze Dorf nur negativ verändern.
Zugezogene und Einheimische sowie Besucher unseres Dorfes freuen sich über unser natürlich gewachsenes und authentisch anmutendes Dorf. Dies sollten wir tatsächlich als etwas Besonderes betonen und weiter ausbauen. Ich schließe mich daher dem Vorhaben an, das Dorf als ein Modelldorf für denkmalgerechte Sanierung und Ausbau dem Land Brandenburg vorzuschlagen.
Wenn laut Gutachten eine Reparatur und der Erhalt der alten Dorfstraße möglich ist, dann sollen die Klandorfer auch die Möglichkeit haben, sich dafür entscheiden zu können, ohne dass von oben herab eine Entscheidung gegen die Anwohner durchgedrückt wird. Ich kann mich daher nur der allgemeinen Meinung anschließen und bitten, die dörfliche Entwicklung mit den Anwohnern im Dialog gemeinsam voranzutreiben und nicht gegen sie.
SÖNKE MAGNUS MÜLLER (6.3.2017)